Anne Simone Kiesiel

„Kein Versöhnungstheater“ Im Gespräch mit Kathleen Reinhardt über Ideologien, gesellschaftliche Mechanismen und multiperspektivische Wahrnehmung

An der NS Architektur des Deutschen Pavillons ist kein Vorbeikommen; sie stellt für die jeweiligen Kurator*innen wie Künstler*innen jedes Mal aufs neue eine Herausforderung dar. Im Versuch sie zu bezwingen wurden in den vergangenen Biennale-Ausgaben der repräsentative Eingang mit Tonnen von Erde verbarrikadiert (Ersan Mondtag, 2024) oder der Boden ausgehoben, um die Fundamente sichtbar zu machen (Maria Eichhorn, 2022).

In diesem Jahr nähert sie Kuratorin Kathleen Reinhardt dem geschichtsträchtigen Bauwerk mit einem anderen Konzept. Statt die Vergangenheit des Ortes zu dekonstruieren überlagert die Direktorin des Georg Kolbe Museums (Berlin) ihn mit einer weiteren Zeitebene: der deutsch-deutschen Geschichte. Reinhardt zieht Verbindungslinien durch die Jahrzehnte, deren Fragestellungen bis in die Gegenwart weiterhallen. Ideologien treffen aufeinander, treten in Wechselverhältnisse, stellen Fragen nach Mechanismen gesellschaftspolitischer Verschiebungen, Umdeutungen und Zuschreibungen.

Den ganzen Text gibt es in der Biennale-Sonderausgabe des stayinart Bookazine