STAATSTHEATER DARMSTADT – KAMMERSPIELE

STAATSTHEATER DARMSTADT – KAMMERSPIELE

Eröffnungsrede am Staatstheater Darmstadt am Sonntag, 3.12.17 um 16 Uhr.

Wer ist Wir?
Eine Sammelausstellung kuratiert von Sebastian Weissgerber mit Werken von Cornelia Fränz, Maria Hebeisen, Florian Huber, Malte Stienen und Sebastian Weissgerber

Text und Textil, Sprache und Kleidung sind für uns alltägliches Gut, dass wir oft mit einer Selbstverständlichkeit verwenden, die nicht selbstverständlich ist. Der Leitsatz „Wer ist wir“ liefert Anlass zu einer Tiefenbohrung ins System unserer Ausdrucksmittel und den Impuls, Fragen zur Identitätsbildung wie auch zu In- und Exklusionsmechanismen zu stellen, für die es möglicherweise keine Antworten gibt. Dennoch ist es wichtig sie zu stellen, um ein Bewusstsein für Feinheiten zu entwickeln, die sich in der Sprache wie auch in der Kleidung verbergen.

Weitere Informationen gibt es hier.

VORTRAG LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG

VORTRAG LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG

Im Rahmen der Vortragsreihe „10 Minuten Philosophie“ wurde ich eingeladen, am Dienstag den 28.11.2017 um 12 Uhr an der Leuphana Universität Lüneburg zu sprechen.

Gedanken zum Spatial Turn am Beispiel künstlerischer Arbeiten – Das 21. Jahrhundert ist wie kein Anderes zuvor ein Jahrhundert der Bilder. Facebook, Twitter, Instagram, ja überhaupt das gesamte Internet inklusive sämtlicher Massenmedien spinnen ein virtuelles Netz des Visuellen, der Daten und Informationen. Inwiefern findet sich der „Spatial Turn“ auch in der Zeitgenössischen Kunst? Und welche Formen der Darstellung – insbesondere des Netzes – kommen dabei zum Tragen?

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

RÖMER + RÖMER – DURCHS FENSTER IN DIE RÄUBERHÖHLE

RÖMER + RÖMER – DURCHS FENSTER IN DIE RÄUBERHÖHLE

Eröffnungsrede bei Siller Contemporary, Ballindamm 9, Hamburg, am Freitag den 17.11.2017, 19 Uhr bis 22.30 Uhr

Einmal im Jahr wird auf einem ehemaligen Militärflughafen in Lärz, der Ausnahmezustand ausgerufen: Vier Tage Ferienkommunismus, vier Tage absolute Freiheit. Alltag und Routine bleiben zurück, gelebt wird die Vision einer temporären Utopie. Die Bilder der Ausstellung «Durchs Fenster in die Räuberhöhle» zeigen in einer ganz eigenen, zeitgenössischen Form der Historienmalerei[1] bunte, leuchtende, vibrierende und doch gleichzeitig nachdenkliche Momentaufnahmen der Fusion.  Ohne zu werten oder zu moralisieren, stellen sie in ihrer zum Teil großformatigen Malerei, die Frage, ob die temporäre Festivalgemeinschaft nicht neue, eigene Gesetze generiert und die Suche nach Loslösung von allen Regeln zu einem Paradox verkommt. Auf einer zweiten Ebene geht es in den ästhetischen und technisch versierten Arbeiten um essentielle menschliche Themen – menschliches Sozialverhalten, Gruppendynamiken, ritualisierte Erlebnisprogramme.

[1] Luisa Heese: Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung „Generalstreik“ von Römer+Römer im Kunstverein Münsterland, Coesfeld, am 11. Juni 2017

Weitere Informationen gibt es hier und hier.

Abb: Spotlight, 2017, 95 x 220 cm (4-teilig) Öl auf Leinwand © Römer+Römer, Foto Eric Tschernow